Znak obce Mìsto Úštìk - oficiální stránky mìsta

Nápis stránek mìsta
Fotonápis mìsta Úštìk








Gebiet um Litomìøice

Leitmeritz - 1914 Das Gebiet um Litomerice (Leitmüritz) ist das Gebiet mit einer reichen Geschichte, was auch dadurch bestätigt wird, dass man hier fast ein Drittel der nordböhmischen historischen Sehenswürdigkeiten finden kann. Wenn wir die Geschichte in breiteren Zusammenhängen sehen möchten, sollten wir einen Schritt ins Museum wagen.

Schon in der ersten Hälfte des 7. Jhs. entstanden auf unserem Gebiet erste Burgstätten. Die älteste Burgstätte auf dem Gebiet von Litomerice (Leitmüritzer Gebiet) entstand auf dem Trikrizovy vrch (Drei-Kreuzen-Berg) und sie wird 3 hypothetisch mit Canburg, von fränkischen Chronisten um Jahre 805 erwähnt, gleichgestellt. Im 9. Jhs zerfällt die Stammstruktur der Tschechen und es werden selbstständige Fürstentümer gebildet. Das Gebiet von Litomerice (Leitmüritzer Gebiet) gehörte größtenteils zum Fürstentum der Lukiner und wurde von drei Burgstätten - auf dem Trikrizovy vrch (Drei-Kreuzen-Berg), Viastislav und Klapy, und von einer gewissen Marktstelle in Lovosice (Lowositz) geschützt. Die Befestigungen in Levousy und auf Sovice bei Vetlä sind wahrscheinlich die ersten Bauten der nach Norden expandierenden Premysiiden. Zwischen den Premysiiden und den Lukinen brach später ein Kreig aus, der als der sog. Lukinenkrieg bekannt wurde. Die Lukinen wurden besiegt.und ihre Burgstätten vernichtet (beweisbar z.B. auf Viastislav durch die verbrannten Schichten). Zu den größten Veränderungen auf dem Gebiet von Litomerice (Leitmüritzer Gebiet) kam es jedoch im 10. Jh., als der Fürst Boleslav der I. in den Jahren 935 - 950 alle teilweise abhängigen Fürste liquidierte und einen einheitlichen tschechischen Staat bildete. Seine Armee vernichtete wahrscheinlich die mächtige Burgstätte auf dem Trikrizovy vrch (Drei-Kreuzen-Berg) und um Jahre 950 wurde dann mit dem Aufbau der Burgstätte von Litomerice (Leitmüritzer Burgstätte) - einer früh mittelalterlichen Burg, angefangen, die später zum Mittelpunkt von Wirtschaft, Kirche und Verwaltung wurde. In diesem Moment stehen wir aber schon am Anfang des Mittelalters.

Blick vom Rathaus-Laubengang auf neue Sparkasse und Hotel - 1909 Die Burgstätte von Litomerice (Leitmüritzer Burgstätte), die sich auf dem Dömsky pahorek (Domhügel) ausbretll j gehörte im 10. Jh. zu einem der bedeutendsten Zentren der Premyslider Verwaltung, und die Burgverwalter zählten zu den bedeutendsten Männern im Lande. Unter dem Schutz der Burgstätte entstanden im Verlaufe der 10. bis 12. Jh. breite Ansiedlungen. Weitere Ansiedlungen entstanden auf dem Gebiet um Bohusovice, Lovosice (Lowositz), Budynì und Roudnice, zahlreiche Ansiedlungen säumten auch die Ufer der Elbe und der Eger ein. Das Christentum verstärkte zu der Zeit seine Position und es entstanden die ersten kirchlichen Institutionen, die älteste von allen ist das Domkapitel von Litomerice (Leitmüritz), das von dem Fürsten Spytihnev im Jahre 1057 gegründet wurde. Dank der Fürstenstämme kam es im 12. Jh. zum Kolonisationsprozess und infolge dessen auch zur Ansiedlung des Böhmischen Mittelgebirges. Die älteste Burg auf dem Gebiet von Litomerice (Leitmüritzer Gebiet), außer des Bischofs Roudnice, war höchst wahrscheinlich die g Burg Levin, die schon in der ersten Hälfte des 13. Jhs. erbaut wurde. Zu den älteren Burgen gehören auch Litomerice (Leitmüritz), Budyne und Klapy (später Hazmburg). Eine befestigte Stelle befand sich schon im Jahre 1276 auch in Opamo. In der zweiten Hälfte des 13. Jh. entstand die Burg Sebin bei Levousy, Ende des 13. Jhs. entstanden die Burg ^ Skalka in Trebenice und die Burg in Libesice. Um Jahre 13190° wurde der Aufbau der Burg Kamyk beendet und einiges später standen auch die Burgen Kosfälov, Helfenburg, Milesov und die Stadtburg in Üstek. Es wuchsen auch die Städte, in denen sich am schnellsten die Handwerke und der Handel entwickelten. Im 14. Jhs. kam es in Böhmen zu einer gewissen Gärung. In den Städten setzten sich Reformgedanken durch. In Litomerice (Leitmüritz) wirkte in den 60-er Jahren des 14. Jhs. der bekannte Konräd Waldhauser. Der Feuertod des Meisters Jan Hus im Jahre 1415 startete die sog. Hussitenrevolution, in der Litomerice (Leitmüritz) erstmals auf der katholischen S ite stand, und es wurden hier noch am 30. Mai 1420 24 Anhänger des Kelches ertränkt. Aber ein Jahr später, am 29. Mai 1421, schloss sich Litomerice (Leitmüritz) nach einer kurzen Belagerung von der Zizka-Armee dem Prager Verein der Hussitenstädte an. Zizka liess dann auf dem Berg über Trebusin eine Burg aufbauen, die er symbolisch Der Kelch nannte. Das Gesamtgebiet von Litomerice (Leitmüritz) unterlag aber nicht den Hussiten, es Markplatzpartie beim Ausgang der Gebhard Strasse aus dem Jahre 1889 griffen hierher auch Gebiete ein, die unter der Macht von katholischen Adeligen waren. Im Nordosten war es die Herrschaft von Decin (Tetschen) des Herrn Zikmund von Vartenberg, der als Gegengewicht der hussitischen Burg Kelch die Bürge Panna und Litys erbauen liess. Auch auf dem Hazmburk (Hasenburg) herrschten die Katholiken - Vilem von Hazmburk (Hasenburg), oder Väclav Kaplir von Sulevice, der südlich von Milesov die Burg Ostry aufbaute. Mit dem Prager Verein blieb Litomerice (Leitmüritz) bis im Jahre 1427 in Verbindung. Danach neigte es mehr zum radikalen Verein von 2atec und Louny und das führte letztendlich dazu, dass hiesige Truppen im Jahre 1434 an der Schlacht bei Lipany teilnahmen, und zwar unter der Leitung von Prokop Holy. Infolge der Hussitenkriege stieg die Bedeutung von Städten. Eine lange Zeit ohne Kriegskonflikte brach Anfang des 16. Jhs. ein grosses Wachstum der Handwerker und des Handels und Litomerice (Leitmüritz) wurde zu der bedeutendsten Stadt in Nordböhmen. "Die goldene Zeit der böhmischen Städte", wie ab und zu diese Periode genannt wird, endete im Jahre 1618 infolge der kirchlichen Streitigkeiten. Diese Streitigkeiten rührten zum tschechischen Aufstand der Stände, mit dem eigentlich der Dreissigjährige Krieg anfing. In den Zeiten nach dem Dreissigjährigen Krieg drangen menrmals Schweden und Sachsen ins Land ein. Zusammen mit den kaiserlichen Vergeltungen brachten sie nur den Verfall, die Verwüstung und den Tod.

Der Dreissigjährige Krieg verwandelte hiesige Blumengärten und reiche Städte in Brandstätten. Die zugrunde gerichtete Bevölkerung litt unter Krankheit und unter Hunger. Zum Beispiel in Litomerice (Leitmüritz) wurden von den ehemaligen 700 Häusern 500 vernichtet und die Zahl der Einwohner sank auf ein Zehnter der Gesamtzahl vor dem Kriegsanfang. Auf dem Lande gab es praktisch niemanden mehr. Zur Verstärkung des katholischen Glaubensbekenntnis wurde im Jahre 1655 in Litomerice (Leitmüritz) ein Bistum gegründet. Der Barockstil wurde zur Aussenform der Rekatholisation und so entstanden auf diesem Gebiet zahlreiche Kunstwerke und Sehenswürdigkeiten, an derem Aufbau cj einheimische aber auch ausländische Künstler teilnahmen, wie z. B. die Architekten F. Carrati, C. Orsolini, P. P. Columbani, G. und 0. Broggi, K. I. Diezenhofer, A. Porta, P. A. Versa oder die Maler V. V. Reiner, K. Skreta, P .Brandl^ oder J. Heintch. Auch im 18. Jh. wurden um Litomerice , (Leitmüritz) herum Kriege geführt, mit der Schlacht bei | Lovosice (Lowositz) fing am l. Oktober 1756 der \ Siebenjährige Krieg um die habsburgische Erbschaft zwischen Österreich und Preussen und ihren Verbündeten an. In den Jahren 1778 - 1779 spielte sich hier teilweise auch der sog. Kartoffelkrieg um die bayerische Erbschaft ab. Trotz allem Leid und allen Kriegen in dem 17. und 18. Jh. gewann in Litomerice (Leitmüritz) das sog. Denken der neuen Zeit Boden, und zwar dank den Kirchenschulen. Dieses Denken weckte das Interesse für die Naturwissenschaften und Humanität und für die National- und Sozialfragen. In Litomerice (Leitmüritz) versammelten sich um den Bischof Emanuel Amost von Valdstejn viele bedeutende Vertreter der Aufklärungswissenschaft, wie z. B. Gelacius Dobner, Mikuläs A. Voigt oder Josef Dobrovsky, in den Jahren 1799 - 1815 unterrichtete an dem Gymnasium in Litomerice (Leitmüritz) Josef Jungmann, der eine große Rolle in der Durchsetzung der tschechischen Sprache in der Wissenschaft und Literatur spielte. Zu den bedeutendsten Aufgeklärten [ gehörte zu der

Markplatz - 1900 Zeit ganz bestimmt auch der berühmte tschechische Physiologe, der Landsmann von Libochovice Jan Evangelista Purkyne. Der Prager Aufstand im Jahre 1848 hatte auch einen großen Einfluß auf Litomerice (Leitmüritz), besonders auf Podripsko. Schon im März 1848 besuchte Roudnice die Delegation des Ausschusses des Heiligen Wenzels und der nationalen Studentengarde und organisierte auf dem Berg Rip eine Volksversammlung. Diese Versammlungen fanden dann regelmäßig während vielen weiteren Jahren statt. Während der Versammlung am 10. 5. 1868 wurde feierlich der Gründungsstein für das Nationaltheater nach Prag davongefahren. Die zweite Hälfte des 19.Jhs. verlief im Geiste der Wirtschaftsrevolution, die in Litomerice (Leitmüritz) infolge der bedeutenden Rolle der Landwirtschaft nicht stark zur Geltung kam. Einen großen Widerhall hatte hier jedoch die russische Revolution im Jahre 1905. Der erste Weltkrieg vertiefte noch die nazionalen und sozialen Unterschiede. Erst nach der Erklärung zur selbsts tändigen Tschechoslowakischen Republik endete der lange Kampf um die Nationalfreiheit in Litomerice (Leitmüritz) sowie in dem gesamten Grenzgebiet.