Stadt und ihre sehenswert
Der Verkehr und die Kommunikationen
Von den vielen Sehenswürdigkeiten sind für die Besichtigung besonders zu empfehlen:
Die Burg - Panský dvùr
Der Kern der bis heute erhaltenen Burgbauten entstand im letzten Drittel des 14. Jh., als die Burg inmitten der bereits existierenden tadt zu wachsen begann. Im Mittelpunkt befindet sich der Palast mit mächtigen Wänden, vor allem in unterem Teil. In der Gotik wurde er mehrmals renoviert und umgebaut. Im 16. Jh. bekam er einen grossen Saal im 2. Stockwerk. Die Kellerräume des Palastes wurden direkt in dem Sandsteinuntergrund ausgemeisselt. In der nordwestlichen Ecke schliesst der Burg ein untypisches im barocken Stil erbautes turmförmiges Gebäude an, dessen schräg gebaute Fenster den ursprünglichen Zweck als Treppenhaus verraten. Im Jahre 1779 kauften die brauberechtigten Bürger die Burg und richteten in ihren Wänden eine Mälzerei ein. Die Umbauten aus dieser Zeit, wie Anbau des Schornsteines, Aufheben des Treppenhauses und die Änderung des Gewölbes verletzten die ursprüngliche Bauform der Burg. Nach dem Jahre 1945 wurde die Burg schnell baufällig, durch weitere ungute Baueingriffe wurde sogar ihre Statik gefährdet. Zur Zeit wird ein Rettungsprojekt des wertvollen Objektes vorbereitet. Die Realisierung wird aber viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen.
Der Burghof verleiht eine hervorragende Atmosphäre für Theater- und Musikaufführungen, die hier im Rahmen der Stadtfeierlichkeiten veranstaltet werden.
Die St. Peter und Paul Kirche - Mírové námìstí
Die Kirche wurde in den Jahren 1764-1772 an der Stelle der älteren St.Michael Kirche aus dem 14. Jh im spätbarocken Stil erbaut. Beiderseits der westlichen Stirnfront stehen auf einem Sims die Statuen der Hl. Peter und Paul. Auf dem Hauptaltar befindet sich ein wertvolles Gemälde von Karel Škréta aus dem Jahre 1656, das die Jungfrau Maria im Gespräch mit den Hl. Peter und Paul darstellt. Das steinerne Taufbecken ist durch seine Rokoko Form sehenswert. Die Schnitzereien stammen von dem hiesigen Schnitzer Jiøí Vanèura, ebenso wie die geschnitzte Kanzel. Den Orgelschrank baute nach dem Lauterers Entwurf der Tischler Ambrož Tauchmann aus Hoštka. Das Orgelwerk ist jünger, es stammt aus dem Jahre 1915 von Jindøich Šifner aus Prag.
Mit den Aussenrekonstruktion wurde 1999 begonnen, das Objekt wurde auch festlich beleuchtet.
Der Pikart-Turm - Panský dvùr
Es ist der mächtigste und stärkste Turm der Stadtbefestigung. Im Jahre 1428 liess ihn der hussitische Hauptmann Václav Carda aus Petrovice bauen (das Wort "Pikart" ist ein, das Schmähname für einen Hussitenanhänger). Der Turm wurde aus Sandsteinblöcken erbaut. Die Wände sind fast 2 Meter dick.
Von den 4 Stockwerken ist das oberste ein wenig niedriger als die übrigen. Als der Turm im Jahre 1859 niederbrannte, wurde er in der ursprünglichen Höhe nicht wieder erbaut. Es wird beabsichtigt, in dessen Wänden das Stadtmuseum zu errichten.
Das Dekanatsgebäude (das Pfarrhaus) Mírové námìstí
Der einstöckige Bau mit sieben Fensterachsen auf der Marktplatzseite wurde im Jahre 1721 im barocken Stil erbaut, höchstwahrscheinlich von dem in Litomìøice wirkenden und aus Italien stammenden Bauherrn Octavio Broggia, dessen hervorragende Werke in Litomìøice und im ganzen Nordböhmen zu bewundem sind.
Ptaèí domky - Kamenná ulice
Die Häuser wurden in der Mitte des 19. Jh. von den italienischen Eisenbahnbauar-beitem gebaut. Es sind hölzerne an dem Felsen anliegende kleine Zubauten, die ihrem Aussehen nach an Vogelnester erinnern. Sie sind mit den direkt in dem Felsen ausgemeisselten Kellerräumen verbunden. Zu der Besonderheit der Häuser zählt auch ihre Aussenform: in dem hinteren Teil sind sie mehrstöckig, von der Strassenfront her sind dann die Dachrinnen mit Hand zu erreichen (die l. máje-Strasse)
Die jüdische Synagoge - Podskalská ulice
Der seltene turmförmige Bau bildete den Kern des jüdischen Stadtviertels. Nach der Beendigung der Renovierungsarbeiten soll die Synagoge kulturellen Zwecken dienen.
Das Kellergewölbe - Panský dvùr Mírové námìstí
Das Gewölbe stammt aus den Jahren um 1350. Es wurde in 3 bis 4 Ebenen unter dem gesamten Marktplatz und der Burg in dem Sandsteinuntergrund ausgemeisselt. Bis zum 17. Jh. dienten sie als Fluchtwege, von denen einige sogar bis auf die Burg Helfenburk führen sollten. Später wurde in den Gängen Obst und Gemüse gelagert. Die Räume sind bei der Stadtführung zugänglich.
Das Alois Klár-Haus - Mírové námìstí 75
Das Geburtshaus von Alois Klár (1763-1833), des Professors der griechischen Sprache und klassischen Literatur an der Karlsuniversität in Praha, der im Jahre 1807 gemeinsam mit anderen Mäzenen die Blindenanstalt in Praha gründete. Später bekamen die Anstalt und das ganze Pragstadtviertel seinen Namen.
Der Westteil des Marktplatzes - die Giebelhäuser, Mírové námìstí
Die hier erhaltenen Giebelhäuser (Nr. 16/29 - 28/42) zeugen von der traditionellen Bebauung einer kleinen mittelalterlichen Stadt. Die ältesten Häuser waren wahrscheinlich aus Holz und hatten steinerne Kellerräume in mehreren Etagen. Im 16. Jh. wurden dann einstöckige Stein und Fachwerkhäuser mit den Lauben im Erdgeschoss gebaut. Im Haus Nr. 19/29 blieb die ursprüngliche schwarze Küche erhalten, bei dem Haus Nr. 16/29 ist die neuere Rokoko Stirnfront zu sehen.
Das Kudlich-Denkmal - Mírové námìstí
Das Denkmal befindet sich hinter der St. Peter und Paul Kirche, gegenüber der Gaststätte Pod podloubím. Früher stand hier das Denkmal des Kaisers Josef II. Seine Statue wurde später abgeschafft und zu Ehren des Abgeordneten des österreichischen Parlaments Hans Kudlich - der sich um die Abschaffung der Leibeigenschaft verdient machte - durch einen Pflug ersetzt.
Der Jesuitenhof - Rybnièní ulice
Es gibt hier ein gemauertes barockes Tor mit einem Giebel und der Jahreszahl 1677, nebenan steht ein kleines Tor mit der Jahreszahl 1711, in der Nähe dann ein jüngerer Volksbau. Nachdem der Jesuitenorden aufgelöst wurde, wurden die Höfe und die Grundstücke in Parzellen geteilt und es entstand hier das Dorf Zelená ves. J.J.Leitenberger, der bedeutendste Fabrikant Böhmens um das Jahr 1800, baute hier eine Bleiche und eine Färberei.
Die Dreifaltigkeitskirche - Høbitovní ulice
Diese kleine Kirche war bereits katholisch in der Zeit vor der Schlacht auf dem Weissen Berg, als die Protestanten die Oberhand in der Stadt hielten. Mit Ausnahme des westlichen Einganges mit dem Spitzbogen hat der heutige Bau barocke Merkmale. Um die Kirche herum gab es früher einen Friedhof, in der Nähe lag eine Vorstadtansiedlung. Die Kirche dient heute den Pietätszwecken.
Der Teich Barvíø
Im Norden am Fusse des Sandsteinausläufers erstreckt sich der letzte der bereits im Mittelalter angelegten Teiche der Teich Barvíø. Er war immer ein wichtiges Nutzwasserreservoir für die Stadt, vor allem für das Webergewerbe. Im Jahre 2000 wurde der Teich gründlich rekonstruiert. Der Damm und die beiden Auslassöffnungen wurde wiederhergestellt, die Ufer hergerichtet und aus dem Teichboden wurde eine nicht weniger als 6 Meter dicke Schlammschicht abgefördert. Auf dem Teich wird heute der Angelsport fleissig betrieben die dazu nötige zeitgestufte Bewilligungskarte (l oder 3 Tage, l Woche oder die Ganz-Saison-Karte) ist in dem Stadtamt oder im Pförtnerhaus am See Chmelaø zu kaufen.
Der See Chmelaø
Der See ist ein wichtiges Touristen und Erholungszentrum, der mit seinen 67 ha Wasserfläche und 2 gepflegten Sandstränden den Besuchern vieles anzubieten hat. Der Name des Sees wurde schon zum Begriff, obwohl wie es auch der Fall des in der Nähe liegenden Macha Sees ist, sich um einen Irrtum handelt. Der Chmelaø ist eigentlich ein Teich. Der heutige Teich entstand in den 60-er Jahren des 20. Jh. an der Stelle des bereits im Mittelalter angelegten Großen Teiches. Der neue, 400 meter lange Schüttdamm hob den Wasserspiegel in dem Maße, dass die kleine Siedlung Zelená Ves in den Wassermengen verschwand. Chmelaø ist heute ein beliebtes Urlaubszentrum. Die Campingplätze bieten insgesamt mehr als 1000 Betten an, zur Verfügung stehen zwei Sandstrände, ein Sportareal mit Minigolf, Strandvolleyball, Tischtennis, Boote und Fahrräder. Sämtliche Dienstleistungen bemühen sich, die Wochenend- oder Urlaubsaufenthalte der Besucher angenehm zu gestalten.
Ostré (3 km)
Der Wallfahrtsort Ostré legten die Jesuiten an, als sie hier in den Jahren 1703-1707 eine kleine Kirche mit zwei gleichen Türmen und einer imposanten Zugangstreppe bauen liessen. Der Ort wurde regelmässig zu Kirmes am 3. Mai zum Ziel der Pilger. Von hier aus bietet sich ein schöner Anblick auf das romantische Úštìk-Becken mit dem höchsten Berg des östlichen Böhmischen Mittelgebiges dem 726 m hohen Sedlo. Die Objekte sind im Besitz der katholischen Kirche.
Konojedy (9 km)
In der naheliegenden Gemeinde Konojedy befindet sich ein mächtiger Baukomplex des ehemaligen Servitten-Klosters. Das Kloster wurde von František Rudolf Sweert-Špork im Jahre 1746 gestiftet. Nachdem der Orden später aufgelöst wurde, kaufte der Sohn des Gründers das Kloster für 60000 Gulden von dem Staat zurück und baute es im Jahre 1785 zu einem Schloss um. Den Baukomplex verwaltete bis zum Anfang der 90-er Jahre die Armee, dann wurde er privatisiert, heute ist er leider fast baufällig.
Mìsto Úštìk -
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